Chickpea „Tuna“ Spread

Ein Thunfisch-Aufstrich ohne Tierleid, wie geil ist das denn?

Aus allen Ecken des veganen Internets springt er mich zur Zeit an: „Thunfisch“-Salat aus Kichererbsen. „Kann ich mir nicht vorstellen“ hab ich gedacht. Muss ich wohl mal ausprobieren. Erst recht, weil ich letztens recht nostalgisch an eine leckere Thunfischpizza dachte. Ja, ich mochte die. Ich mochte allgemein dieses von frischem Thunfisch weit entfernte Gematsche aus der Dose. Roch immer etwas nach Katzenfutter wenn man es aufgemacht hat, aber war irgendwie doch lecker.

Nunja, wer inzwischen aus ethischen und Umweltschutzgründen vegan lebt – das bin zum Beispiel ich – verzichtet selbstverständlich auch auf Fisch aller Art und bastelt sich halt was nach.Das ist ja das schöne an der veganen Küche, man muss wirklich auf nichts verzichten. Vieles lässt sich auch ohne Tierleidprodukte herstellen und es ist irre wie kreativ einige werden und was dann dabei herauskommt. Denn das muss ich mal wieder erwähnen: man kann auch vegan leben, wenn einem Fleisch/Tierprodukte schmecken/geschmeckt haben. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es ist vielmehr eine moralische Entscheidung und warum soll ich unbedingt ein armes Schwein zerhacken, wenn ich auch mit Sojagranulat ne richtig tolle Bolo oder ein unglaublich leckeres Chili SIN Carne kochen kann? Richtig, muss nicht sein. Und damit zurück zum Thunfisch aus der Dose, bzw. Thunfischsalat: auch wenn ich es mir nicht vorstellen konnte, ich musste es probieren. Eh klar 🙂 Und weil ich gerne selbst kreiere hab ich mir gar nicht groß Rezepte angeschaut, sondern einfach mal so losgelegt. Mit dem Ergebnis bin ich so zufrieden, dass ich es mit Euch teilen möchte. Also liebe Thunfischsalatliebhaber und -liebhaberinnen: ran an die Buletten, äh Kichererbsen.

 


Zutaten

  • 400 g / 265 g Abtropfgewicht Kichererbsen
  • 3 EL vegane Mayonnaise
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Apfelessig
  • 50 g Sellerie – gerieben oder feingehackt – ich habe Knollensellerie genommen
  • 1 TL getrocknete Wakame – getrocknete Braunalgen, bekommt man in Asiatischen Supermärkten
  • 3 EL Wasser
  • Salz & Pfeffer zum Abschmecken

Equipment

  • scharfes Messer
  • kleine Schüssel
  • mittelgroße Schüssel
  • Sieb
Zeitaufwand: aktiv: ~15 Min / passiv: ~20 Min

 

Zu Beginn weichen wir in der kleinen Schüssel die Wakame-Algen in den 3 EL Wasser ein. Ungefähr zehn Minuten ziehen lassen.

Währenddessen werden die Kichererbsen abgegossen (Das Kichererbsenwasser nicht wegschütten, lieber in den Kühlschrank oder einfrieren für Aqua Faba!) und dann in die größere Schüssel gegeben. Hier werden sie nun zerstampft. Das geht entweder mit einem Kartoffelstampfer oder – so hab ich es gemacht – mit der Faust. So lange, bis die Kichererbsen ordentlich zerdrückt, aber noch nicht komplett zu feinem Brei geworden sind. Wir wollen unbedingt noch ein bisschen „Struktur“ behalten. Die feingehackte Zwiebel, den Sellerie, Apfelessig, Senf und Mayo dazu geben und gut verrühren.

Die Wakame durch ein Sieb abgießen. Das Wasser kommt direkt in die Schüssel zum Kichererbsenmix, die Algen werden vorher noch ganz fein zerhackt und kommen dann ebenfalls in die Schüssel.

Alles nochmal gut umrühren und mindestens für eine Stunde ziehen lassen – je länger je besser. Dann ab auf’s Brot damit, oder zu Kartoffeln – was immer ihr mögt – und genießen. Schmeckt natürlich nicht eins zu eins wie Thunfisch, ist aber sehr nah dran und vor allem: sehr lecker ❤

Lasst es Euch schmecken 🍴

005


Wenn ihr das Rezept mal ausprobiert habt, dann freu ich mich sehr über Euer Feedback ❤


2 Kommentare zu „Chickpea „Tuna“ Spread“

  1. so, hab es ausprobiert und mal wieder nach der Methode „ach, das Rezept kann ich mir im Kopf merken“ – hab den Senf vergessen. Trotzdem war es super lecker! Statt der Wakame habe ich allerdings Noriblätter reingeschnitten, weil ich keine Wakame bekommen habe. Geschmeckt hat es trotzdem, war sehr begeistert!

    Gefällt 1 Person

    1. Das freut mich wirklich sehr, dass es Dir geschmeckt hat 🙂 Das mit der Selbstüberschätzung beim Rezepte merken kenn ich übrigens auch, da bin ich schon ein ums andere Mal durcheinander gekommen. Manchmal entstehen so aber auch leckere neue Ideen. Danke Für Dein tolles Feedback ❤

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.